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Auszug aus dem Tätigkeitsbericht 2009

Der Verein hat entsprechend dem Beschluss der Mitgliederversammlung vom 20. März 2002 die Creche der Brasilianischen Vereinigung "Associacao de Moradores de Cajazeiras XI et Adjencias" in Salvador/Bahir/ Brasilien (nachstehend "AMC") gefördert. Das ACM betreut  täglich zwischen 120 und 180 Kinder im Alter zwischen 1 und 6 Jahren. Aktuell (Stand März 2009) werden 158 Kinder betreut. Die Kinder stammen aus sozial benachteiligten Familien, die im Stadtteil Cajazeiras wohnen.

 

In Brasilien existiert

- anders als in Deutschland

- keine staatlich geförderte Kinderbetreuung für Kleinkinder, gibt es also keine Kindertagesstätten im deutschen Sinne. Der weitaus überwiegende Teil der Mütter in den sozial benachteiligten Wohngegenden in Brasilien ist alleinerziehend. Da auch Sozialleistungen wie Kindergeld, Elterngeld o. ä. nicht gewährt werden, sind diese Frauen sind darauf angewiesen, zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes auch dann zu arbeiten, wenn sich ihre Kinder noch im Kleinkindalter befinden. Erst ab einem Alter von 6 Jahren werden die Kinder in den staatlichen Ganztagsschulen betreut. Diese "Betreuungslücke" macht es erforderlich, dass Einrichtungen wie die geförderte AMC Kleinkinder aufnehmen und tagsüber betreuen. Die Kinder können dort, spielen, werden verpflegt und teilweise

- je nach Altersstufe

- auf Vorschulniveau unterrichtet.

Das von der AMC genutzte Gebäude steht im Eigentum der Stadt Salvador. Diese hat der AMC das Gebäude zur Nutzung überlassen. Sämtliche Unterhaltungskosten (Instandhaltung, Instandsetzung, Strom, Wasser etc.) hat jedoch der ACM aus eigenen Mitteln zu bestreiten. Nachdem in den ersten Jahren seit Beginn der Unterstützung durch die Deutsch-Brasilianische Freundschaftsvereinigung e. V. die gröbsten baulichen Mängel an dem vom ACM genutzten Gebäude beseitigt und insbesondere die Sanitäranlagen erneuert werden konnten, wurden die Fördergelder in den Jahren 2006 bis 2008 überwiegend für die Erweiterung des bestehenden Gebäudes verwendet. Wegen der hohen Anzahl der zu versorgenden Kinder und der Notwendigkeit einer getrennten Betreuung der einzelnen Altersgruppen war das bestehende Gebäude zu klein und eine Erweiterung notwendig.

Daher wurde aus den Spendenmitteln ein Anbau errichtet, der zwei zusätzliche Klassenräume von jeweils etwa 25 qm und ein Refektorium beherbergt, in welchem die Kinder künftig gemeinsam essen sollen.
Die Spendenmittel wurden einerseits zum Kauf des für die Erweiterungsmaßnahmen benötigten Baumaterials verwendet. Darüber hinaus wurden aus den Spendenmitteln auch Lebensmittel für die tägliche Versorgung der Kinder gekauft und laufende Kosten wie Strom, Telefon etc. bestritten.

Gehaltszahlungen oder Zahlungen von Aufwandsentschädigungen an die in der AMC tätigen Erzieherinnen erfolgten nicht. Auch die Mitglieder der Deutsch-Brasilianischen Freundschaftsvereinigung e. V. erhielten keinerlei Aufwandsentschädigungen oder Reisekostenerstattungen.